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	<title>Juden / Synagoge in Mutterstadt - Speyer / Pfalz, Deportation Gurs, Auschwitz</title>
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	<description>Die ehemalige Mutterstadter jüdische Gemeinde, die Gurs-Deportation 1940 und Auschwitz</description>
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		<title>9.7.4 Grußkarte von Arthur Dellheim an Ruth und Rudi Külbs, 2002</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:36:03 +0000</pubDate>
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		<title>9.7.3 Weihnachtskarte von Lotti Loeb vom 27.12.2001</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:35:00 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[9.7.0 Dokumente in Form von Korrespondenz jüdischer Persönlichkeiten und Institutionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Annette, noch vielen Dank für Deinen lieben ausführlichen Brief vom Sommer, der mich sehr erfreute. Am Montag erhielt ich Eure guten Wünsche für 2002, die ich sofort beantworten will. Ich bin froh zu hören, dass alles in Ordnung ist bei Euch und kann G.s.D. das selbe auch von mir berichten. Das Leben hier ist &#8230; <a href="https://judeninmutterstadt.org/9-7-3-weihnachtskarte-von-lotti-loeb-vom-27-12-2001/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">9.7.3 Weihnachtskarte von Lotti Loeb vom 27.12.2001</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="col-right"><img src="http://www.judeninmutterstadt.org/site8/87-03a.jpg" alt="" /><img src="http://www.judeninmutterstadt.org/site8/87-03b.jpg" alt="" /></div>
<p>Liebe Annette,</p>
<p>noch vielen Dank für Deinen lieben ausführlichen Brief vom Sommer, der mich sehr erfreute. Am Montag erhielt ich Eure guten Wünsche für 2002, die ich sofort beantworten will. Ich bin froh zu hören, dass alles in Ordnung ist bei Euch und kann G.s.D. das selbe auch von mir berichten. Das Leben hier ist angenehm und ich habe nette Freunde gefunden. Seit gestern haben auch wir in Florida kühles Wetter, aber die Sonne scheint. Am Nachmittag ist es immer etwas wärmer. Ich wünsche Dir und Herbert ein glückliches und gesundes neues Jahr und nur Gutes für die ganze Familie.</p>
<p>Mit lieben Grüßen</p>
<p>Lottie</p>
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		<title>9.7.2 Schreiben von Herrn Ernest Loeb an die Konditorei Cafe Kuhn vom 02.07.1980</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:32:44 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[9.7.0 Dokumente in Form von Korrespondenz jüdischer Persönlichkeiten und Institutionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Originaltext aus dem Schreiben von Ernest Loeb: 2. Juli 1980 Sehr geehrte Damen und Herren, Nach hause zurückgekehrt, fuehlen wir ein Bedürfnis Ihnen beiden zu danken fuer den freundlichen Empfang, den Sie uns am 12. Juni 1980 bereiteten, nachdem Sie erfuhren, wer wir waren. Die Glaeser fuer die wir auch bestens danken, werden uns immer &#8230; <a href="https://judeninmutterstadt.org/9-7-2-schreiben-von-herrn-ernest-loeb-an-die-konditorei-cafe-kuhn-vom-02-07-1980/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">9.7.2 Schreiben von Herrn Ernest Loeb an die Konditorei Cafe Kuhn vom 02.07.1980</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="col-right"><img src="http://www.judeninmutterstadt.org/site8/87-02.jpg" alt="" /></div>
<p>Originaltext aus dem Schreiben von Ernest Loeb:</p>
<p>2. Juli 1980</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Nach hause zurückgekehrt, fuehlen wir ein Bedürfnis Ihnen beiden zu danken fuer den freundlichen Empfang, den Sie uns am 12. Juni 1980 bereiteten, nachdem Sie erfuhren, wer wir waren. Die Glaeser fuer die wir auch bestens danken, werden uns immer an Sie persoenlich und fuer Ihre Aufmerksamkeit uns gegenueber erinnern.</p>
<p>Es war das erste Mal, dass ich in Mutterstadt wieder ein Lokal betrat. Es ist ein Gefuehl der Erregung, wenn man nach vielen Jahren in die alte Heimat kommt, in der wir so viel Unrecht und Leid erfahren mussten. Die Weise, in der Sie beide – die junge schuldlose Generation – uns widmeten, war deshalb besonders wohltuend fuer uns. Und dafuer danken wir Ihnen herzlichst.</p>
<p>Bitte gruessen Sie Frau Johanna Metzger von uns. Nun seien auch Sie beide herzlichst gegruesst – auch seitens meiner Frau –</p>
<p>Ihr</p>
<p>Ernest Loeb</p>
]]></content:encoded>
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		<title>9.7.1 Schreiben von Herrn Jakob Loeb vom 30.03.1947 aus Santiago de Chile</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:31:07 +0000</pubDate>
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		<title>9.3.13 Rheinpfalz-Artikel vom 16.02.2002</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:29:56 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[9.3.0 Presseartikel ab 2000, gescannt, aufrufbar zu den einzelnen textlichen Ausarbeitungen der Autoren]]></category>

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		<title>9.3.12 Stellungnahme zu dem Amtsblatt-Bericht vom 10.01.2002  &#8211; Informationen über die Sitzung des Gemeinderates am 11.12.2001 -</title>
		<link>https://judeninmutterstadt.org/9-3-12-amtsblatt-bericht-vom-10-01-2002-informationen-uber-die-sitzung-des-gemeinderats-am-11-12-2001/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin2]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[9.3.0 Presseartikel ab 2000, gescannt, aufrufbar zu den einzelnen textlichen Ausarbeitungen der Autoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Gedenktafel für die deportierten Mutterstadter Bürger jüdischen Glaubens Anlässlich des 60. Jahrestages der Deportation jüdischer Bürger nach Gurs am 22. Oktober 1940 gab es auch in Mutterstadt verschiedene Veranstaltungen. Daraus entwickelten sich Vorschläge, Diskussionen und Initiativen, gegen das Vergessen dieses Teils der Geschichte ein Zeichen zu setzen und für die deportierten Bürger jüdischen Glaubens im &#8230; <a href="https://judeninmutterstadt.org/9-3-12-amtsblatt-bericht-vom-10-01-2002-informationen-uber-die-sitzung-des-gemeinderats-am-11-12-2001/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">9.3.12 Stellungnahme zu dem Amtsblatt-Bericht vom 10.01.2002 <br /> &#8211; Informationen über die Sitzung des Gemeinderates am 11.12.2001 -</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="col-right"><img src="http://www.judeninmutterstadt.org/site8/83-12.jpg" alt="" /></div>
<p>Gedenktafel für die deportierten Mutterstadter Bürger jüdischen Glaubens</p>
<p>Anlässlich des 60. Jahrestages der Deportation jüdischer Bürger nach Gurs am 22. Oktober 1940 gab es auch in Mutterstadt verschiedene Veranstaltungen. Daraus entwickelten sich Vorschläge, Diskussionen und Initiativen, gegen das Vergessen dieses Teils der Geschichte ein Zeichen zu setzen und für die deportierten Bürger jüdischen Glaubens im Ehrenhof eine Gedenktafel anzubringen. Ursprünglich hatte der Historische Verein der Pfalz, Ortsgruppe Mutterstadt, im November 2000 einen entsprechenden Antrag gestellt, ihn aber dann einige Wochen später wieder zurückgezogen. Mit Schreiben vom 09. Februar 2001 hat sich eine Bürgeraktion „Gedenktafel für die deportierten Mutterstadter jüdischen Glaubens“ der Sache angenommen und angeregt, dass der Gemeinderat eine Entscheidung trifft, ob diese Gedenktafel realisiert werden kann. Sprecher dieser Bürgeraktion sind die beiden Pfarrer Hans-Peter Jung und Gerhard Matt sowie Herbert Metzger. Die Bürgeraktion hat in einem Gespräch zugesagt, mit Spenden in derzeit nicht zu beziffernder Höhe zur Finanzierung der Gedenktafel beizutragen.</p>
<p>Stellungnahme der Verwaltung:</p>
<p>Nach Recherchen im Gemeindearchiv wurden 1940 von Mutterstadt aus 52 Personen nach Gurs deportiert. Eine Gedenktafel im Ehrenhof des Neuen Friedhofes neben der Gedenktafel für die Synagoge, mit den 52 Namen und in Material und Dimension den vorhandenen Gedenktafeln angepasst, würde nach einer Preisanfrage bei einem Bildhauer ca. 15.000 DM kosten. Der Auftrag könnte im Laufe des Jahres 2002 ausgeführt werden und die Gedenktafel dann am 22. Oktober 2002 enthüllt werden. Der Kulturausschuss hat eine entsprechende Beschlussfassung empfohlen. Der Bürgermeister erläutert zusätzlich, dass mit dieser Gedenktafel an das einmalige Ereignis der massenhaften Zwangsdeportation am 22. Oktober 1940 erinnert und mit der Namensnennung exemplarisch an eines der traurigsten Kapitel der deutschen Geschichte gedacht werden soll.</p>
<p>Diskussion:</p>
<p>Fraktionsvorsitzender Hartmut Kegel (FWG) führt aus, dass die FWG mehrheitlich die Anregung für die Gedenktafel und die Namensnennung unterstützt und er persönlich hinter diesem Vorschlag steht.</p>
<p>Ratsmitglied Dr. Ulf-Rainer Samel (CDU) gibt, auch im Namen von Ratsmitglied Dr. Ulrich Hettenbach (FDP), eine persönliche Stellungnahme zu diesem Thema ab mit einem Antrag auf Erweiterung des Beschlussvorschlages. Er führt Folgendes aus:</p>
<p>„Mutterstadt gedenkt durch geeignete Mahnmale seiner in den beiden Weltkriegen Gefallenen und seiner in den beiden Kriegen Vermissten. Mutterstadt gedenkt bereits auch – durch eine Mahntafel in Erinnerung an die Reichskristallnacht vom 9. November 1938 – ausdrücklich der Verfolgung und Vertreibung, der Deportation und der Ermordung seiner jüdischen Mitbürger in der Zeit von 1933-1940. Es hat aber auch andere Opfer der gleichen Willkür zu jener Zeit in unserer Gemeinde gegeben. Es wäre daher eine Geste der Mahnung und der Würdigung, wenn in einem, weiteren Mahnmal aller zivilen Opfer der Gewalt- und Willkürherrschaft des nationalsozialistischen Regimes im Dritten Reich gedacht würde. Jetzt aber erneut die Gruppe der jüdischen Bürger herauszuheben und anderer, denen vergleichbares Unrecht geschehen ist, nicht gedenken zu wollen, halten wir für ungerechtfertigt und für unklug, aus zwei Gründen:</p>
<ol>
<li>Man wird nicht umhin können, Nahestehenden der anderen Opfer das gleiche Recht zu einer Gedenktafel einzuräumen. Das aber kann zu einer Mahnmalinflation führen, in der die eigentliche Mahnung entwürdigt wird. Mutterstadt wird sich damit keinen Gefallen tun!</li>
<li>Wir verfolgen die Diskussion in der Mutterstadter Bevölkerung sehr wohl! Durch das erneute Herausstellen der jüdischen Opfer mit dem beabsichtigten Mahnmal und durch das Hintanstellen der anderen Mutterstadter Opfer, denen aber vergleichbares Leid angetan wurde, wird in der öffentlichen Meinung genau das geschürt, was der Bewältigung unserer Vergangenheit im Wege steht: Das Unverständnis darüber, dass Opfern der gleichen Willkür unterschiedlich gedacht wird.</li>
</ol>
<p>Solche Ressentiments werden umso mehr provoziert werden als bei künftigen Anfragen anderer Gruppen nach Mahnmalen eventuell abschlägig entschieden werden müsste, aus welchen Gründen auch immer.</p>
<p>Selbstverständlich bleibt es jeder privaten Initiative vorbehalten, durch ein Mahnmal eines von ihr gewählten Personenkreises zu gedenken. Im vorliegenden Fall allerdings wird von den Initiatoren der Gemeinderat um einen offiziellen Beschluss der Realisierung gebeten. Auch befindet sich der vorgesehene Aufstellungsort unmittelbar neben den bereits vorhandenen, offiziellen Mahnmalen. Damit ist aber auch die Gemeinde beteiligt und damit wird die vorgesehene Gedenktafel auch eine Gedenktafel der Gemeinde. Da die Gemeinde jedoch allen Bürgern gegenüber in gleichem Maße verpflichtet sein sollte, stellen wir den Antrag, die anderen Opfer nicht auszugrenzen und den Beschlussvorschlag wie folgt zu erweitern:</p>
<p>In Erinnerung an die Bürger Mutterstadts, die durch Unrecht oder Gewalt Opfer der Willkürherrschaft des Nationalsozialismus wurden, wird im Ehrenhof auf dem Neuen Friedhof eine Gedenktafel angebracht.</p>
<p>Die Verwaltung wird beauftragt, einen Text für die Tafel zu entwerfen und bei dem Bildhauer Thiele einen Entwurf für die Gedenktafel mit Kostenvorschlag einzuholen“.</p>
<p>Ratsmitglied Harry Ledig (SPD) führt zu dieser Stellungnahme u. a. Folgendes aus:</p>
<p>„Die SPD-Fraktion hat ähnliche Überlegungen angestellt und ist zu dem Ergebnis gekommen, der Verwaltungsvorlage so zuzustimmen. Die Deportation Tausender von Menschen, sie in Elend und Tod zu schicken, nur weil sie einem anderen Glauben angehörten, ist so ein einmaliges Ereignis, dass man es nicht mit anderen Ereignissen – und seien sie noch so schrecklich – gleichsetzen sollte. Auch in unserer Gemeinde gab es Gruppen und Einzelpersonen, die unter dem Nationalsozialismus gelitten haben. Aber das Problem dabei ist, wo fangen wir an, wo hören wir auf, wie fassen wir das in einer Gedenktafel.</p>
<p>Beispielhaft nenne ich für Mutterstadt</p>
<ul>
<li>die Opfer der NS Medizin – Euthanasie und Zwangssterilisation –</li>
<li>die Opfer in den Kirchen und Sekten (Freireligiöse Kirche, Bekennende Kirche, Bibelforscher)</li>
<li>die aus politischen Gründen Verfolgten erlitten Repressalien, Schutzhaft, Gefängnis und KZ, in einigen Fällen haben sie das nicht überlebt</li>
<li>die Opfer von Kriegshandlungen in der Heimat</li>
<li>die Opfer der NS Justiz, wie die Bauernschaft mit dem Erbhofgesetz.</li>
</ul>
<p>Die Bandbreite dabei reicht von</p>
<ul>
<li>Diebstahl eines Klaviers aus dem Eigentum des verbotenen Arbeitergesangvereins</li>
<li>die Entlassung einer Putzfrau aus dem Gemeindedienst wegen „Beleidigung“ eines SA-Mannes, der vor einem boykottierten jüdischen Geschäft Wache stand</li>
<li>bis zur Denunziation eines Mutterstadter Bürgers durch einen Gemeindebediensteten und NS-Funktionär, wegen „Abhören von Feindsendern“ mit anschließender Verurteilung und Vollstreckung der Todesstrafe.</li>
</ul>
<p>Die SPD-Fraktion würde selbstverständlich auch eine Gedenkmaßnahme für die anderen Opfer der Naziherrschaft befürworten, nur verbinden mit der Gedenkmaßnahme für die deportierten jüdischen Mitbürger möchten wir sie nicht“.</p>
<p>Fraktionsvorsitzende Hannelore Klamm (SPD) bedauert, dass in dieser so wichtigen geschichtlichen Würdigung der Deportation eine Debatte im Rat geführt werden muss.</p>
<p>Ratsmitglied Volker Strub (FWG) spricht sich dafür aus, auf die Namensnennung zu verzichten, da es evtl. weitere Deportationsopfer gibt.</p>
<p>Ratsmitglied Leonhard Sebastian (CDU) bedauert persönlich, dass diese Diskussion von CDU-Ratsmitgliedern geführt wird und spricht sich für den Beschlussvorschlag aus.</p>
<p>Nach Schluss der Beratung weist der Bürgermeister darauf hin, dass es den Antragstellern auf Grund der Diskussion unbenommen bleibt, neue Anträge oder Ideen hinsichtlich des Gedenkens an die Opfer des Dritten Reiches einzubringen und stellt den vorliegenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung.</p>
<p>Beschluss (18 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen, vier Enthaltungen):</p>
<p>In Erinnerung an die Deportation Mutterstadter jüdischen Glaubens nach Gurs am 22. Oktober 1940 wird im Ehrenhof auf dem Neuen Friedhof eine Gedenktafel mit den Namen der Deportierten angebracht. Die Gedenktafel wird in Material und Dimension den vorhandenen Gedenktafeln angepasst. Die Verwaltung wird beauftragt, bei dem Bildhauer Thiele einen Entwurf für die Gedenktafel mit Kostenvoranschlag einzuholen.</p>
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		<item>
		<title>9.3.11 Amtsblattbericht vom 10.01.2002 über die Gemeinderatssitzung vom 11.12.2001</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:23:56 +0000</pubDate>
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		<title>9.3.10 Rheinpfalz-Artikel vom 31.12.2001  &#8211; Bevölkerung in Gedenkmaßnahmen einbinden -</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:23:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bevölkerung in Gedenkmaßnahme einbinden Mutterstadt: Bürgeraktion begrüßt Ratsbeschluss über Gedenktafel – Unterschriftenaktion geplant. Der Beschluss des Gemeinderats, eine Gedenktafel für die 1940 nach Gurs deportierten jüdischen Mitbürger auf dem Neuen Friedhof zu errichten (wir berichteten), wird von der Bürgeraktion begrüßt. „Wir sind mit der Entscheidung des Gemeinderats sehr zufrieden“, äußerten sich Herbert Metzger vom Historischen &#8230; <a href="https://judeninmutterstadt.org/9-3-10-rheinpfalz-artikel-bevolkerung-in-gedenkmasnahmen-einbinden-vom-31-12-2001/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">9.3.10 Rheinpfalz-Artikel vom 31.12.2001 <br /> &#8211; Bevölkerung in Gedenkmaßnahmen einbinden -</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="col-right"><img src="http://www.judeninmutterstadt.org/site8/83-10.jpg" alt="" /></div>
<p>Bevölkerung in Gedenkmaßnahme einbinden</p>
<p>Mutterstadt: Bürgeraktion begrüßt Ratsbeschluss über Gedenktafel – Unterschriftenaktion geplant.</p>
<p>Der Beschluss des Gemeinderats, eine Gedenktafel für die 1940 nach Gurs deportierten jüdischen Mitbürger auf dem Neuen Friedhof zu errichten (wir berichteten), wird von der Bürgeraktion begrüßt.</p>
<p>„Wir sind mit der Entscheidung des Gemeinderats sehr zufrieden“, äußerten sich Herbert Metzger vom Historischen Verein und Motor der Bürgeraktion<br />
„Gedenktafel für die deportierten Mutterstadter jüdischen Glaubens“ sowie die Pfarrer der protestantischen und katholischen Kirchengemeinden übereinstimmend.</p>
<p>Nach zum Teil heftigen Debatten um das Für und Wider einer Gedenkstätte (wir berichteten mehrfach) bildete sich im November des vergangenen Jahres die Bürgeraktion „Gedenktafel für die deportierten Mutterstadter jüdischen Glaubens“. „Es haben sich spontan viele Menschen bereit erklärt und sich zusammengeschlossen, um für diese Aktion des Erinnerns aber auch der Mahnung einzutreten“, erklärt der Historiker Metzger.</p>
<p>Die Bürgeraktion griff auf bereits vorhandene Anträge zurück und bat in einem Schreiben im Februar 2001 die Verwaltung, den Vorschlag zur Errichtung einer Gedenktafel im Ehrenhof des Neuen Friedhofs dem Gemeinderat zur Entscheidung vorzulegen.</p>
<p>Die Namen der 52 vertriebenen und zum Teil in den Gaskammern ermordeten Juden sollen zusammen mit einem erklärenden Text, der zu Toleranz gegenüber allen Mitbürgern aufruft, auf der Ehrentafel ihren würdigen Platz finden. Man will demnächst zusammen mit den Mitgliedern der Bürgeraktion die endgültige Textfassung festlegen. Wichtig erscheint der Bürgeraktion, die Bevölkerung bei der Realisierung der Gedenkmaßnahmen einzubinden. Man plane, über das Amtsblatt eine Unterschriften- und Solidaritätsaktion zu starten, erläutern Metzger und die Ortsgeistlichen.</p>
<p>Die Bürgeraktion bittet die Bevölkerung um Spenden, da sich die Kosten für die Ehrentafel auf zirka 15.000 Mark belaufen. Pfarrer Gerhard matt von der katholischen Kirchengemeinde und der protestantische Pfarrer Hans-Peter Jung haben bereits ihre Unterstützung zugesichert. Man hoffe, gemeinsam im Oktober des kommenden Jahres anlässlich des 62. Jahrestages der Gurs-Deportation die Gedenktafel einzuweihen und der Bevölkerung vorzustellen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>9.3.9 Rheinpfalz-Artikel vom 13.12.2001  &#8211; Kontroverse Debatte über Gedenktafel für Gurs-Opfer -</title>
		<link>https://judeninmutterstadt.org/9-3-9-rheinpfalz-artikel-kontroverse-debatte-uber-gedenktafel-fur-gurs-opfer-vom-13-12-2001/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:21:06 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[9.3.0 Presseartikel ab 2000, gescannt, aufrufbar zu den einzelnen textlichen Ausarbeitungen der Autoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Mutterstadt: Ratsmehrheit für Mahnmal – Partnerschaften besiegelt Den 52 nach dem südfranzösischen Gurs verschleppten jüdischen Mitbürgern aus Mutterstadt wird mit einer Gedenktafel gedacht. Dies beschloss der Gemeinderat am Dienstag. Außerdem wird Mutterstadt mit einer französischen und polnischen Gemeinde eine Partnerschaft eingehen. Für eine kontroverse Diskussion sorgte der Vorschlag, nur den von den Nazis deportierten Juden &#8230; <a href="https://judeninmutterstadt.org/9-3-9-rheinpfalz-artikel-kontroverse-debatte-uber-gedenktafel-fur-gurs-opfer-vom-13-12-2001/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">9.3.9 Rheinpfalz-Artikel vom 13.12.2001 <br /> &#8211; Kontroverse Debatte über Gedenktafel für Gurs-Opfer -</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="col-right"><img src="http://www.judeninmutterstadt.org/site8/83-09.jpg" alt="" /></div>
<p>Mutterstadt: Ratsmehrheit für Mahnmal – Partnerschaften besiegelt</p>
<p>Den 52 nach dem südfranzösischen Gurs verschleppten jüdischen Mitbürgern aus Mutterstadt wird mit einer Gedenktafel gedacht. Dies beschloss der Gemeinderat am Dienstag. Außerdem wird Mutterstadt mit einer französischen und polnischen Gemeinde eine Partnerschaft eingehen.</p>
<p>Für eine kontroverse Diskussion sorgte der Vorschlag, nur den von den Nazis deportierten Juden eine Gedenktafel mit namentlicher Nennung zu widmen. Ulf-Rainer Samel (CDU) und Ulrich Hettenbach (FDP) sprachen sich in persönlichen Erklärungen gegen eine auf die jüdischen Verfolgten begrenzte Gedenktafel aus. Der Gerechtigkeit wegen müsse auch aller anderen Opfer des Naziterrors gedacht werden. Dies könne mit einer entsprechenden Gedenktafel im Ehrenhof des Neuen Friedhofs geschehen, forderten Samel und Hettenbach. Dem widersprach Harry Ledig (SPD) energisch. Die Vertreibung der Juden bezeichnet er als „ein einmaliges, nicht mit anderen Verbrechen vergleichbares Ereignis“. Diese Ansicht teilte auch der Bürgermeister und verwies auf den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Dies sei eine Entscheidung, die das Gewissen fordere und man solle Wertungen unterlassen, mahnte Leo Sebastian (CDU). „Wir werden der so geplanten Gedenkstätte zustimmen“, sagte Hartmut Kegel (FWG) und bezeichnete den Ehrenhof als würdigen Standort. Bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen wurde beschlossen, den deportierten jüdischen Mitbürgern eine Gedenktafel zu widmen.</p>
<p>Mit Unterstützung eines eigens gegründeten Partnerschaftsvereins hat die Gemeinde nach einer geeigneten Partnerschaftskommune in West- und Osteuropa Ausschau gehalten. Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Hans-Dieter Kuch, empfiehlt die französische Gemeinde Lamor Plage in der Bretagne, sowie die polnische Gemeinde Praszka in der Woiwodschaft Oppeln. Alle Fraktionssprecher würdigten das Engagement des Partnerschaftsvereins. Die FWG, die den Partnerschaften in den Vorgesprächen kritisch gegenüberstand, stimmte als einzige Fraktion gegen den Partnerschaftsbeschluss.</p>
<p>Die Prüfung der Jahresrechnung 2000 und die Entlastung der Verwaltungsspitze erfolgte einstimmig. Hannelore Klamm (SPD) bemängelte im Konsens mit der CDU, dass die Verwaltung nur mangelhaft die Vorgaben des Rechnungshofes umsetze, wie sich beim Bauhof zeige. Bürgermeister Ledig schlug vor, diesen Punkt weiter im Haupt- und Finanzausschuss zu besprechen. Die 1975 erstellten Richtlinien über die Förderung von Veranstaltungen der Altenhilfe werde bis auf weiteres außer Kraft gesetzt. Die Seniorenwalderholung der Awo wird mit 500 Euro jährlich bezuschusst.</p>
<p>Ratsmitglied Klaus Leicht (SPD) wurde für seine 20-jährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.</p>
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		<title>9.3.8 Rheinpfalz-Artikel vom 10.12.2001  &#8211; Gurs-Deportation: Der lange Weg zum Denkmal -</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 10:17:51 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[9.3.0 Presseartikel ab 2000, gescannt, aufrufbar zu den einzelnen textlichen Ausarbeitungen der Autoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Gurs-Deportation: Der lange Weg zum Denkmal Mutterstadt: Gemeinderat beschäftigt sich mit Gedenktafel für verschleppte jüdische Mitbürger Die Überlegungen der Gemeinde Mutterstadt, für die 1940 nach dem südfranzösischen Gurs verschleppten jüdischen Mitbürger eine Gedenkstätte zu errichten, konkretisieren sich. Die Entscheidung über eine Gedenktafel im Ehrenhof steht auf der Tagesordnung des Gemeinderats (morgen, 19 Uhr). Die Gemeinde &#8230; <a href="https://judeninmutterstadt.org/9-3-8-rheinpfalz-artikel-gurs-deportation-der-lange-weg-zum-denkmal-vom-10-12-2001/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">9.3.8 Rheinpfalz-Artikel vom 10.12.2001 <br /> &#8211; Gurs-Deportation: Der lange Weg zum Denkmal -</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="col-right"><img src="http://www.judeninmutterstadt.org/site8/83-08.jpg" alt="" /></div>
<p>Gurs-Deportation: Der lange Weg zum Denkmal</p>
<p>Mutterstadt: Gemeinderat beschäftigt sich mit Gedenktafel für verschleppte jüdische Mitbürger</p>
<p>Die Überlegungen der Gemeinde Mutterstadt, für die 1940 nach dem südfranzösischen Gurs verschleppten jüdischen Mitbürger eine Gedenkstätte zu errichten, konkretisieren sich. Die Entscheidung über eine Gedenktafel im Ehrenhof steht auf der Tagesordnung des Gemeinderats (morgen, 19 Uhr).</p>
<p>Die Gemeinde betrachtet das von mehreren Seiten vorgebrachten Anliegen grundsätzlich positiv, äußerte sich Bürgermeister Ewald Ledig gegenüber der RHEINPFALZ. Der Kulturausschuss hat der Gemeindeverwaltung nun in seiner Novembersitzung vorgeschlagen, eine Erinnerungstafel im Ehrenhof des Neuen Friedhofs im Stil der bereits vorhandenen Tafeln anbringen zu lassen.</p>
<p>Im Oktober 1940 wurdn 52 jüdische Mitbürger in ein Lager nach Gurs gebracht. Damit war Mutterstadt „judenfrei“, wie es im Jargon der Nazis hieß. Viele der Verschleppten überlebten die Torturen nicht oder wurden in den Gaskammern Opfer des Rassenwahns. Der Historische Verein forderte daher zum 60. Jahrestag der Vertreibung eine Gedenkstätte für die vertriebenen Juden. Mit Unterstützung der Kirchen wurde am 23. Oktober 2000 ein ökumenischer Gedenkgottesdienst unter großer Beteiligung der Bürger organisiert. Herbert Metzger, Mitglied und Motor dieser auf Erinnerung und Versöhnung ausgerichteten Idee, hatte hier die Gelegenheit, seine Vorstellungen für die Gedenkstätte auch den zahlreichen Gottesdienstbesuchern zu unterbreiten. „Lasst uns den Deportierten endlich wieder ein Gesicht geben“, forderte der Historiker. Metzgers weitgehende Vorstellung von Ausführung aber auch Finanzierung der Gedenkstätte lösten eine lebhafte Diskussion aus, die zwar nicht öffentlich geführt wurde, jedoch Spuren hinterließ. Der Vorstand des Historischen Vereins teilte seinen Mitgliedern bei der Generalversammlung mit, dass der an die Gemeinde gestellte Antrag zur Errichtung einer Gedenkstätte zurückgezogen wurde. „Dieses Mahnmal hat eine politische Dimension, die nicht vom Verein umgesetzt und verwirklicht werden kann, erklärte der damalige Vorsitzende Gerald Becker.</p>
<p>„Wir unterstützen weiterhin eine Gedenk- und Mahnstätte als sichtbares Zeichen der Gemeinde, dass sie für begangenes Unrecht einsteht“, sagt der protestantische Pfarrer Hans-Peter Jung im Konsens mit seinem katholischen Kollegen. Der Pfarrer kann sich die von verschiedenen Seiten in das Gespräch gebrachte Gedenktafel mit Namensgravur im Ehrenhof des Neuen Friedhofs durchaus vorstellen.</p>
<p>Auch der Historische Verein stehe der Sache grundsätzlich positiv gegenüber, erklärt dessen neu gewählter Vorsitzende Lutz Bauer. „Wir sind im Moment noch am ermitteln, wie und in welcher Form man sich der ehemaligen jüdischen Mitbürger erinnern will“, sagt Bürgermeister Ewald Ledig, der einer Gedenktafel nicht abgeneigt ist. Kontakte mit der jüdischen Gemeinde, die positiv reagiert habe, seien bereits aufgenommen worden. Unter Einbeziehung der Bürger und aller Betroffenen ist sich Ledig sicher, diesem dunklen Kapitel in der über 1200-jährigen Geschichte der Ortsgemeinde eine würdige Gedenk- und Mahnstätte zu widmen.</p>
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